Lebenslang besteht die Beziehung zu dir selbst. Viele Menschen kennen aber nur die Oberfläche ihrer Persönlichkeit. Um innere Balance, Geborgenheit und Erfüllung zu finden, braucht es Vertrautheit und Nähe zu dir selbst, eine tiefere Selbsterfahrung. In diesem Vortrag lernst du Zugänge kennen, um die Beziehung zu dir selbst zu entwickeln.
Wilfried Reuter, 1952 in Nordhessen geboren. Seit über 30 Jahren praktiziert er regelmäßig Meditation. Inspiriert wurde er u. a. durch die Lehren von Sri Ramana Maharshi. Anfang der 90er Jahre begegnete er der Ehrwürdigen Ayya Khema. Sie wurde zu seiner wichtigsten Lehrerin. Von ihr wurde er 1996 beauftragt, in Berlin ein Meditationszentrum aufzubauen und Meditierende anzuleiten. Er ist der spirituelle Leiter von Lotos-Vihara, einem Zentrum in der Mitte Berlins. In seinem Beruf verbindet er spirituelle Erfahrung mit der Tätigkeit und den Aufgaben eines Frauenarztes in Berlin-Kreuzberg.
Wir streiten, wir kämpfen um die Durchsetzung unserer Wünsche und Interessen, wir erleben den anderen als Feind. Wie können wir mit unserer Wut, unseren Erwartungen und unserer Angst umgehen, ohne einander immer wieder zu verletzen? Wie können wir lernen, uns einander zu öffnen und uns selbst und den anderen so zu lieben und zu schätzen, wie er/sie ist? Miteinander wachsen, was heißt das konkret, wo bleibt der Traum vom Glück zu zweit? Wie schaffen wir es, der Liebe zu vertrauen, die Rüstung abzulegen und Verletzlichkeit zu riskieren, um die Herzensverbindung wieder zu fühlen?
Arne Schaefer, Diplompsychologe und Magister der Religionswissenschaften. Unternehmer und Coach. Seit 20 Jahren Zenpraktizierender. Im April 2010 erhielt er Inka, die Lehrbefugnis von Zen-Meister Wu Bong. Er ist verheiratet mit Irmi Jeuther.
Irmi Jeuther, Diplompsychologin, selbständig tätig als Organisationsberaterin, Coach, Mediatorin und MBSR-Lehrerin. Dharmastudium und -praxis in der Kagyü-Tradition des tibetischen Buddhismus seit 1985. Sie ist verheiratet mit Arne Schaefer.
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„Mich selbst schützend, schütze ich den anderen, den anderen schützend, schütze ich mich selbst“. Wie kann sich Achtsamkeit in unseren Beziehungen im Alltag, in der Sexualität heilsam auswirken? Die Übung der Achtsamkeitspraxis ermöglicht eine Haltung, die uns nicht mehr so isoliert und getrennt erleben lässt. Wir lernen, Beziehung auf allen Ebenen zu erfahren. Dies kann sich sehr positiv auf unser Beziehungsleben auswirken.
Oliver Petersen, geb. 1961, ist Lehrer des Buddhismus am Tibetischen Zentrum e.V., Hamburg, das unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama steht. Er ist dort seit 1980 tätig. Zwischen 1983-1999 war er als buddhistischer Mönch und Schüler von Geshe Thubten Ngawang ordiniert. Heute leitet er für das Zentrum Meditationsseminare und Studienkurse und ist als Referent, Übersetzer und im interreligiösen Dialog tätig. Oliver Petersen ist Magister der Tibetologie, Religionswissenschaft und Philosophie und ist ausgebildet in Gestalttherapie.
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Oft erleben Menschen in einer Partnerschaft oder Ehe Spannungen und eine zunehmende Inkompatibilität, wenn sich einer der Partner ernsthaft buddhistischer Schulung unterzieht und sein Leben entsprechend ändern möchte, der andere jedoch nicht. Dies beginnt bereits bei Aspekten der buddhistischen Ethik wie Verzicht auf den Genuss von Fleisch oder Alkohol und kann sich bis zur zeitweisen oder vollständigen sexuellen Enthaltsamkeit fortsetzen. Ist eine Partnerschaft dann zum Scheitern verurteilt? Mit welchen inneren Haltungen können immer wieder Brücken gebaut werden? Wann ist eine Trennung unumgänglich oder legitim?
Katrin Baar, Indologin und Sprachwissenschaftlerin, Stellvertretende Vorsitzende der DBU, Initiatorin und Leiterin der Gemeinschaft Nyanadipa – Insel der Erkenntnis, München. Seit 20 Jahren im Theravada-Buddhismus zu Hause, davon vier Jahre als Nonne in Sri Lanka.
www.nyanadipa.de
Ein gebrochenes Herz kann unglaublich wehtun, und manchmal schleppen wir es als Last durch unser gesamtes Leben. Eifersucht, Hass, Zerstörungswut sind Emotionen, die uns in unseren Beziehungen überwältigen können. Wenn wir sie ausdrücken, fügen wir anderen Schaden zu. Wenn wir sie unterdrücken, bedrängen sie uns. Wie können Zen und Zen-Meditation helfen, uns für starke Gefühle zu öffnen, Einsicht in sie zu erlangen und sie schließlich zu verwandeln?
Bernd Bender, geboren in Wiesbaden, ist seit 1985 Zen-Übender, anfangs bei der Deutschen Zen-Vereinigung, seit 1994 am San Francisco Zen Center. 2010 erhielt er shiho, die Übertragung des Dharma durch Michael Wenger. Vom Zen Center ist er als Zen-Lehrer in der Tradition von Shunryu Suzuki ("Zen-Geist, Anfänger-Geist") autorisiert. Ab April 2012 lebt er in Berlin, bietet regelmäßige Zen-Meditation an, unterrichtet Kurse, hält Vorträge und begleitet Menschen auf ihrem spirituellen Weg.
Manche Beziehungen sind unvermeidbar, wie die zwischen Eltern und Kindern, und manche bringen uns an den Rand des Nervenzusammenbruchs: die sogenannten Liebesbeziehungen. Unvermeidbare Beziehungen nennt der Buddha karmisch. Karmisch sind auch die Beziehungen zu unseren Lehrerinnen und Lehrern und zu den Mit-Übenden. Wie gehen wir damit um, wenn sie uns um den Verstand bringen und das Herz brechen?
Sylvia Wetzel, geb. 1949, Publizistin und buddhistische Meditationslehrerin, Studium der Politik und Slawistik. Befasst sich seit 1968 mit unterschiedlichen Wegen zur psychologischen und politischen Befreiung und seit 1977 mit dem Buddhismus. Ausbildung in der tibetischen Tradition und zwei Jahre Praxis als Nonne. Fünfzehn Jahre arbeitete sie im buddhistischen Dachverband DBU und zwölf Jahre in der Redaktion der Lotosblätter (Heute Buddhismus Aktuell). Sie ist Gründungsmitglied und Vorsitzende der Buddh. Akad. Berlin Brandenburg.
www.sylvia-wetzel.de
Aus spiritueller Sicht gilt Liebe als etwas, das uns mit uns selbst, anderen, dem Universum und dem Göttlichen am engsten verbindet. Allerdings ist es mit der Liebe nicht immer ganz einfach: Nur zu leicht verheddern wir uns im Geflecht von Altruismus und Narzissmus und tun uns schwer, unsere Bedürfnisse nach Individualität und Gemeinschaftlichkeit miteinander in Einklang zu bringen. Hieraus entstehen Paradoxien und Fragen, denen sich der Impulsvortrag widmen wird.
Dr. Ingolf Ebel, geb. 1957, hat Philosophie, Anglistik und Biologie studiert und über Emotionstheorien in der Gegenwartsphilosophie promoviert. Er ist seit 10 Jahren im Programmmanagement der Urania Berlin tätig und betreut dort die Fachgebiete Philosophie, Spiritualität und Religion, Biologie und Neurowissenschaften und gestaltet das Kinoprogramm. Er arbeitet außerdem als philosophischer Berater, Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung sowie als Moderator und laudatiert Ausstellungen.
Moderation: Ingolf Ebel