Nicht zuletzt von der Kunst, die Lehren des Buddha so zu vermitteln, dass sie Menschen von heute sinnvolle Perspektiven weisen, hängt ab, ob der Buddhismus im Westen nachhaltig Fuß fassen kann oder ob er trotz der vielen Buddhas, die mittlerweile allerorten zu sehen sind, doch eher eine Randerscheinung bleiben wird.
Eine solche Kunst muss die Fallstricke einer bloßen Wellness-Spiritualität ebenso vermeiden wie ein Steckenbleiben in der Faszination exotischer asiatischer religiöser und kultureller Ausdrucksweisen. Dem Berliner buddhistischen Lehrer Wilfried Reuter gelingt es m. E. mit seinem Buch sehr überzeugend, diesen Fallstricken zu entgehen und in bestem Sinne Lebenshilfe zu bieten. Und zwar eine, deren Grundlage die zeitlosen Lehren des Buddha sind, die aber in einer zeitgemäßen Sprache präsentiert wird und deren Bezugsrahmen unsere moderne Lebenswirklichkeit ist.
Es geht darum, wie wir zu innerer Stärke finden können, indem wir transformieren, was uns schwächt und in alten Gewohnheitsmustern gefangen hält, und Zugang erlangen zu unseren Kraftquellen, dem Buddha in uns. Wilfried Reuter ist der Aufforderung seiner Lehrerin Ayya Khema, in Berlin ein Zentrum aufzubauen und zu leiten, mittlerweile erfolgreich nachgekommen, wie sich jeder leicht überzeugen kann, der in Berlins Mitte das Lotos Vihara aufsucht, ein überaus lebendiges buddhistisches Stadtzentrum.
Er ist darüber hinaus als niedergelassener Frauenarzt tätig und dies trägt sicher dazu bei, dass er weiß, was uns auf den Nägeln brennt und wichtig ist. Leitmotivisch sucht er in seinem Buch die Frage zu beantworten: Was zeichnet Menschen aus, die auch in schwierigen Situationen nicht den Halt verlieren? Und können wir eine solche Fähigkeit entwickeln und stärken?
Wilfried Reuter bejaht diese Frage eindeutig und zeigt in seinem Buch, welchen Beitrag die Lehren des Buddha heute dazu leisten können. Dem Buch beigefügt ist eine CD mit einer Achtsamkeits- und einer Mettameditation.
Anna Pesch
Hardcover, 111 Seiten, ISBN: 3942085208, Euro 12,90, edition steinrich 2011

In diesem kleinen, aber sehr feinen Buch beschreibt Wilfried Reuter, wie wir Krankheit und Schmerzen als Herausforderungen, als Chancen erleben können. Als Frauenarzt und im ärztlichen Notfalldienst erlebt tagtäglich, in welche Krise uns der Körper stürzen kann, wenn er auf einmal nicht mehr so funktioniert, wie wir uns das wünschen. Welche Medizin gibt uns der Buddha?
Wie mache ich das praktisch: "Die Krankheit einfühlend anerkennen", "Angst durch Liebe ersetzen", "Mit dem Schmerz praktizieren"? Das Buch beschreibt in leicht verständlicher Art sowohl den spirituellen Hintergrund, als auch sofort und für jeden gangbare Schritte in eine Richtung, die über das reine Gesundwerden hinausgeht. Eine äußerst wertvolle Hilfestellung - nicht nur für Kranke.
Ulrike Manier

Hardcover, 96 Seiten, 1., Auflage 2011, Euro 10,00, Lotos Vihara, erhältlich am Büchertisch im Zentrum, in der Verwaltung und im Lotos Café
Wir üben uns darin, auf Angst weder mit Vermeidung noch mit Aggressionen zu reagieren. Darüber hinaus lernen wir, uns nicht mit der Angst zu identifizieren. So werden wir auch nicht in ihr ertrinken. Wir lernen im besten Sinne die Angst zu unserem Helfer zu machen - ein Helfer zu tieferem Verständnis.
Hardcover, 200 Seiten, ISBN 978-3942085212, edition steinrich 2012, 1., Auflage (11. April 2012)
Können Liebesbeziehungen glücklich machen? Wie lassen sich Sexualität und Spiritualität verbinden? Und welche Wege führen heraus aus Beziehungsfrust und Einsamkeit?
Wilfried Reuter schlägt in seinem neuen Buch einen radikalen Perspektivwechsel vor: Glück in der Liebe erreichen wir nicht, indem wir nach dem perfekten Partner suchen und vollkommene Zweisamkeit anstreben. Nur wenn wir aus der eigenen inneren Fülle schöpfen, können wir uns selbst und einander wirklich verstehen.
Mit Hilfe vieler Beispiele und Übungen zeigt Reuter: Unser Bedürfnis nach Zweisamkeit speist sich aus einer viel tieferen Sehnsucht nach Verbindung.Dieser Sehnsucht gilt es, auch in schwierigen Zeiten treu zu bleiben. Beziehungen machen glücklich, wenn sie zu Bewusstheit und Verbundenheit führen. Dann können wir tatsächlich „zusammen aufwachen“.